Jens Hermanski
Jens Hermanski
6. Oktober 2016
Martin Paetow
Martin Pätow
6. Oktober 2016

Götz Müller

Wie kam es dazu, dass Sie nun als Hochzeitstheologe tätig sind?

Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Rhetorik und rede auch viel im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Berater und Trainer. Als ich mit Ralf Elcheroth über ein gemeinsames Netzwerk in Kontakt kam, war ich begeistert und meine Entscheidung stand fest. Denn mit der Tätigkeit als Hochzeitstheologe kommt noch ein ganz anderer Aspekt als Ergänzung dazu, wenn ich die Menschen auf einer sehr persönlichen Ebene in einer besonderen Situation erreichen kann.


Worin sehen Sie die Vorteile einer freien Trauung und worauf legen Sie ganz persönlich viel Wert, wenn Sie ein Paar trauen dürfen?

Eine freie Trauung hat den einmaligen Vorteil, dass es keine Beschränkungen durch festgelegte Riten gibt. Das Hochzeitspaar kann den Zeitpunkt und Ablauf selbst bestimmen und steht bei der Gestaltung absolut im Zentrum. Außerdem stellt sie eine Alternative dar, wenn eine klassische kirchliche Trauung aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage kommt, trotzdem das Paar auf die Zeremonie als zentralen Teil der Feier nicht verzichten möchte.

Mir ist es dann sehr wichtig, die Wünsche des Paars in einer individuellen Zeremonie umzusetzen, damit dieser Abschnitt der Feier für alle Beteiligten im positiven Sinn unvergesslich wird.


Was fällt Ihnen spontan ein, wenn man Sie nach dem schönsten Moment einer Ihrer Trauungen fragt?

Immer wieder berührende Momente entstehen durch die liebevollen Blicke des Paars beim Eheversprechen mit dem Ringtausch und das Strahlen in den Augen, wenn sich das frischvermählte Paar am Ende der Zeremonie den Gästen zuwendet.

Besondere Momente entstehen oft auch für die nächsten Verwandten, wenn sie unter Umständen ganz neue Facetten am Hochzeitspaar kennen lernen. Manchmal erinnern sie sich auch an eigene Erlebnisse zurück und der eine oder andere Aspekte wird ihnen wieder bewusst. Dann weiß ich, dass ich den richtigen Nerv getroffen habe und der Tag auch den Gästen im Gedächtnis bleiben wird.


Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass mir in den kommenden Jahren noch zahlreiche Menschen begegnen, die ich auf diesem kleinen und doch wichtigen Abschnitts ihres gemeinsamen Wegs begleiten darf, indem sie mir für die Zeremonie ihr Vertrauen schenken.


Was können Sie allen Paaren mit auf den Weg geben, die kurz vor einer Hochzeit stehen?

Da denke ich als erstes an meine eigene Hochzeit zurück. Ich war damals beruflich als Projektleiter tätig. Auch wenn sich das jetzt sehr nüchtern anhört, ist eine Hochzeit und die Verbereitung dafür auch eine Art Projekt. Natürlich muss da alles zum Schluss auf den Punkt hin passen. Der wirklich spannende Teil beginnt dann aber erst danach, wenn das Projekt „Hochzeit“ in die Nutzungsphase des gemeinsamen Lebens geht. Da ist es schon wertvoll, sich vorher über die individuellen Bedürfnisse klar zu werden und auch darüber auszutauschen.

Wichtig finde ich auch, dass das Hochzeitspaar die eigenen Vorstellungen umsetzt und sich nicht von anderen dreinreden lässt. Das ist vielleicht auch mehr ein Appell an die Mütter, sich da mit ungefragten Ratschlägen zurückzuhalten ?

Über mich

Götz Müller
Götz Müller
geboren 1964, verheiratet, 2 Kinder
Sprachen: Deutsch, Englisch und Schwäbisch
vorwiegend tätig in Baden-Württemberg
Götz Müller
71554 Weissach i.T.